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Die Historie der BLM

Unsere Chronik der wichtigsten Fakten von 1985 bis heute bietet Ihnen eine Zeitreise in die Geschichte der BLM. Damit verbunden sind die wichtigsten Meilensteine des privaten Rundfunks in Bayern und Deutschland. Alle Angaben sind von uns sorgfältig recherchiert, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Erforschen Sie durch Klick die einzelnen Jahre auf dem Zeitstrahl!
 

30 Jahre BLM

Wir freuen uns auch über Ihr Interesse an unserer Pageflow-Reportage zum 30 jährigen Bestehen der BLM.

 

1997

1. Januar
Der Dritte Rundfunkänderungsstaatsvertrag tritt in Kraft und etabliert die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) als zentrale Entscheidungsinstanz für die Konzentrationskontrolle. Den TV-Unternehmen ist nun die Veranstaltung einer unbegrenzten Zahl an Fernsehprogrammen erlaubt, sofern diese nicht einen Zuschauermarktanteil von 30 Prozent erreichen.

22. Januar
Das Hamburger Landgericht entscheidet auf Eilantrag des Pay-TVSenders Premiere, dass DF1 sein digitales Programmpaket nicht außerhalb Bayerns vermarkten und bewerben darf, ohne auch eine Lizenz aller nichtbayerischen Landesmedienanstalten zu haben. Die BLM erlässt daraufhin einen feststellenden Verwaltungsakt, um zu verdeutlichen, dass die DF1-Sendelizenz auch für die bundesweite Satellitenverbreitung gilt. Im Februar hebt das hanseatische Oberlandesgericht das Urteil gegen DF 1 wieder auf. Die BLM übersendet der DLM am 19. Februar einen neu gefassten öffentlich-rechtlichen Vertrag, um die bundesweite Dauergenehmigung vorzubereiten.

19. März
Das Bundesverwaltungsgericht bestätigt die Rechtmäßigkeit der DSF-Lizenzaufhebung durch den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (1995). Die BLM erteilt eine Übergangsgenehmigung für das Deutsche SportFernsehen, um den Sendebetrieb abzusichern.

17. April
In der konstituierenden Sitzung zur 4. Amtsperiode wählt der Medienrat Klaus Kopka wieder einstimmig zum Vorsitzenden. Prof. Dr. Ekkehard Schumann wird als Kopkas Stellvertreter im Amt bestätigt.

22. April
Die rheinland-pfälzische LPR wird bis Ende 1998 zur geschäftsführenden Anstalt der ALM (Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten) gewählt. Die DLM stimmt der Erteilung einer neuen Lizenz für das DSF durch die BLM vorbehaltlich der konzentrationsrechtlichen Prüfung durch die KEK zu.

15. Mai
In Potsdam konstituiert sich die KEK. Erster Vorsitzender wird Reimut Jochimsen, Präsident der Landeszentralbank in Nordrhein- Westfalen.

16. Juni
In München findet die 100. Sitzung der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten statt. Die Direktoren genehmigen einstimmig die Anträge von DF1 und Multithématiques auf bundesweite Versuchszulassung.

19. Juni
Der Medienrat verabschiedet vor dem Hintergrund der Talkshow- Debatte eine Resolution zum Affektfernsehen und fordert, im Rahmen der Programmkontrolle einzelne Sendungen noch stärker auf eine Verletzung der Menschenwürde hin zu prüfen. Die Lizenzerweiterung für Kabel 1 zum Vollprogramm wird genehmigt.

21. Juni
Vier MultiThématiques-Programme starten auf der Digital-Plattform DF1.

23. Juni
Die KirchGruppe und Bertelsmann schließen einen »Digital- TV-Pakt«. Ihre Digitalaktivitäten (DF1 und Premiere) sollen unter dem Dach von Premiere gebündelt werden.

7. Juli
Der Münchner TV-Sender Pro-Sieben geht als erstes deutsches TV-Unternehmen an die Börse.

17. Juli
Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring wird vom Medienrat mit großer Mehrheit in seinem Amt als Präsident der BLM bestätigt. Geschäftsführer Martin Gebrande wird ebenfalls für vier Jahre wieder gewählt.

17. Juli
Die BLM beschließt, ein Mantelprogramm- Pilotprojekt der BLM für lokale/regionale TV-Veranstalter in Bayern zwischen dem 24. September und dem 31. Dezember durchzuführen. Ziel ist die Stabilisierung und Weiterentwicklung des Lokalfernsehkonzepts. Programmzulieferer sollen RTL, tv.münchen und der Bayerische Rundfunk sein.

28. August
CLT Ufa und die KirchGruppe teilen mit, dass DF1 1998 aufgelöst und unter dem Dach von Premiere fortgeführt werden soll. Premiere stellt im Oktober bei der BLM Lizenzanträge für die bundesweite Verbreitung elf neuer digitaler TV-Programme. Für elf weitere Kanäle wird bei der HAM eine Zulassung beantragt. Damit können Angebote, die zuvor auf der Basis einer Versuchslizenz von DF1 ausgestrahlt wurden, in das Gesamtpaket überführt werden.

10. Oktober
Ab sofort sind in 95 Prozent der bayerischen Kabelnetze digitale Fernsehprogramme verfügbar. Voraussetzung für den Empfang ist die so genannte d-box.

22. Oktober
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof bestätigt nach zwei Normenkontrollverfahren, die Euronews und der Hessische Rundfunk angestrengt hatten, im Grundsatz die Gültigkeit der Kanalbelegungssatzung der BLM.

6. November
Multithématiques erhält von der BLM nach der konzentrationsrechtlichen Prüfung durch die KEK eine bundesweite Zulassung für seine digitalen Pay-TV-Programme.

7. November
Bertelsmann und die KirchGruppe unterzeichnen die abschließenden Verträge zur Gründung der Unternehmensgruppe Premiere und zur Entwicklung des digitalen Fernsehens in Deutschland. Das Vorhaben steht allerdings unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Europäische Kommission.

11. Dezember
Der Medienrat stimmt der Fortentwicklung des Hörfunkkonzepts der Landeszentrale zu, das die stufenweise Einführung von Digital Radio und die Schaffung von UKW-Zweitfrequenzen an Einfrequenzstandorten vorsieht.

31. Dezember
Der TV-Spartenanbieter »Unser kleines Theater« stellt den Sendebetrieb ein.