Mit Eltern im Gespräch bleiben - 30. Fachtagung des Forums Medienpädagogik der BLM: Wie Medienerziehung in der Familie gelingt
Durch TikTok scrollen, die WhatsApp-News checken und manchmal auch sexuelle Kontaktangebote bekommen: Kinder und Jugendliche bewegen sich heutzutage in digitalen Lebensräumen, die sich ständig verändern. Eine Herausforderung für Eltern, die Orientierung geben und gleichzeitig Vorbild bei der Mediennutzung sein sollen. Doch wie soll zeitgemäße Elternarbeit in Zeiten von Scrolling, Tracking und Grooming aussehen? Am besten, indem Eltern und Bildungseinrichtungen die Medienerziehung als gemeinsame Aufgabe angehen. So lautete das Fazit der 30. Fachtagung des Forums Medienpädagogik der BLM, zu dem die Bayerische Landeszentrale für neue Medien heute Lehrkräfte und Interessierte eingeladen hatte.
BLM-Präsident Dr. Thorsten Schmiege betonte zum Auftakt: „Für Eltern ist die Medienerziehung nicht immer einfach. Sie fühlen sich angesichts der komplexen digitalen Medienwelt teilweise überfordert und haben selbst Beratungsbedürfnisse. Deshalb gilt für die Landeszentrale bei der medienpädagogische Elternarbeit folgende Maxime: Wir müssen zuhören und herausfinden, wo es Orientierung braucht und wo schlicht Entlastung.“
Auf der Fachtagung wurden praxisnahe Projekte für Familien und in Schulen vorgestellt, die zeigen, wie Eltern noch besser erreicht werden können und wo sie hilfreiche Tipps finden, wie z.B. im Elternratgeber FLIMMO. Der Rückblick und Ausblick auf die Medienerziehung in Vergangenheit und Gegenwart verdeutlichte, dass Elternarbeit auf Augenhöhe immer wichtiger wird. Denn die Familien spielen eine Schlüsselrolle bei der eigenverantwortlichen Mediennutzung ihrer Kinder.
Dazu Dr. Katrin Kreutz von der Universität Erlangen-Nürnberg: „Eltern - als erste Sozialisationsinstanz – nehmen eine besondere Rolle bei der Medienerziehung ein. Sie können ihre Kinder noch vor dem Eintritt in KiTa und Schule bis in die späte Jugend hinein unterstützen, einen gesunden und angemessenen Umgang mit Medien zu erlernen. Dabei umfasst ihre Aufgabe viel mehr als nur die Überprüfung von Nutzungszeiten: Eltern sind Vorbild, Begleitung und Kontrollinstanz zugleich.“
Mehr Informationen zur Tagung gibt es hier.