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Grußwort von BLM-Präsident Siegfried Schneider zur Eröffnung des 7. Mobile Media Day am 18.11.2019 in Würzburg

18.11.2019 | P&R / 2019

Sehr geehrter Herr Dr. Schunk,
sehr geehrter Herr Dr. Frank,
sehr geehrter Herr Kiesel,
sehr geehrter Herr Kemper,
meine sehr geehrten Damen und Herren, 

Mobile Media ist mittlerweile Mainstream – und das nicht mehr nur bei der jungen Zielgruppe. Mit einer täglichen Nutzungsdauer von 223 Minuten liegt das Smartphone in Amerika erstmals auch bei Erwachsenen vor dem Fernsehen mit 215 Minuten, so eine aktuelle eMarketer-Studie. Die mobile Internetnutzung soll bereits im Jahr 2021 31 Prozent der weltweiten Mediennutzung ausmachen, prognostiziert der Media Consumption Forecast. Konkret bedeutet das: Durch mobiles Internet verbringen die Menschen mehr als acht Stunden pro Tag mit Medien! 

Meine Damen und Herren, die Zahlen machen deutlich: Gut, dass wieder Mobile Media Day ist! Herzlich willkommen Ihnen allen, schön, dass Sie da sind! 

Kein Zweifel, die Medienwelt wird immer mobiler. Und auch im siebten Jahr des Mobile Media Day hier in Würzburg ist kein Ende dieser Entwicklung in Sicht – ganz im Gegenteil. 

„Discover New Experiences!“, „Entdecke Neue Erlebnisse!“ – unter dieses Motto haben wir unsere Veranstaltung heuer gestellt:  

Denn die mobile Mediennutzung im Jahr 2019 beschränkt sich nicht mehr nur auf Text, Audio und Video. Neben Smartphones und Smartwatches erweitern Sprachassistenten und Internet-of-Things-Anwendungen die Realität um zahlreiche Informationsebenen. Mit einer neuen Generation kabelloser Virtual-Reality-Brillen können Nutzerinnen und Nutzer an jedem beliebigen Ort in fremde Welten eintauchen und sich frei im Raum bewegen. All diese Geräte, die mobilen Medienkonsum möglich machen, werden immer bezahlbarer und immer besser.  

Diese ganz unterschiedlichen Trends haben eines gemeinsam:  

Sie schaffen neue Medienerfahrungen. Sie rücken dadurch nicht nur näher an die Konsumentinnen und Konsumenten heran, sie durchdringen ihren Alltag regelrecht.  

Kennzeichnend dafür ist die zunehmende mobile Nutzung von Plattformen wie neuerdings TikTok und immer noch Instagram, WhatsApp, Facebook und YouTube. Darum suchen Journalistinnen und Journalisten neue Wege, ihr Publikum auf diesen Plattformen zu erreichen.  

Ein Beispiel dafür ist das preisgekrönte BR-Projekt „Ich, Eisner”. Hier konnte man jeden Schritt im Leben von Bayerns erstem Ministerpräsidenten Kurt Eisner über WhatsApp-Nachrichten miterleben. Eva Deinert wird später erzählen, was die Redaktion dabei lernen konnte. Der Jugendsender 1Live wiederum nutzt TikTok, um Jugendlichen Nachrichten näherzubringen. Das Funk-Format „Wumms“ dagegen experimentiert damit, wie man auf den jungen Plattformen über Fußball berichten kann. Und natürlich probiert die Werbebranche täglich neue Formate aus, um die junge Zielgruppe eben dort anzusprechen, wo sie täglich unterwegs ist. 

Meine Damen und Herren – auf dem heutigen Mobile Media Day laden wir Sie zu einer Entdeckungsreise durch solche und andere mobile Erlebniswelten ein. Schließlich entstehen nicht nur innovative Storytelling-Formate. Ebenso boomen Podcasts, weil sie eine persönliche Anrede erlauben. Die Werbebranche setzt nicht nur auf neue immersive Formen in AR und VR, sondern experimentiert etwa auch mit Voice Marketing auf Smartspeakern.  

Welche Geschäftsmodelle es gibt und was die Verbreitung mobiler Geräte und digitaler Angebote für die deutsche Medienbranche bedeutet – darüber wollen wir heute Nachmittag sprechen. Lassen Sie mich nur zwei Höhepunkte herausgreifen: 

Die Keynote kommt heuer von einem der profiliertesten Social-Media-Experten: Dirk von Gehlen, der Leiter Social Media/Innovation bei der Süddeutschen Zeitung, stellt 12 Dinge vor, die mobil denkende Menschen tun. Ich bin gespannt auf seine Einblicke in eine Branche, die nicht nur ständig um die Aufmerksamkeit auf mobilen Endgeräten kämpft, sondern selbst ständig in Bewegung ist. 

Einen Crashkurs in kritischem Denken bekommen wir heute von der Neurowissenschaftlerin und Medienpsychologin Prof. Dr. Maren Urner. Sie fordert „Schluss mit dem täglichen Weltuntergang“ und wird uns aufzeigen, wie wir reflektierter und bewusster mit dem Smartphone umgehen können. 

Soweit ein kleiner Vorgeschmack auf die kommenden Stunden. Allen Speakerinnen und Speakern an dieser Stelle herzlichen Dank!  

Ein großes Dankeschön geht selbstverständlich auch an unsere Kooperationspartner:  

An die Vogel Communications Group und ihren Geschäftsführer Matthias Bauer für die langjährige Partnerschaft und die Bereitstellung der Räume. Besonders erwähnen möchte ich auch Herrn Dr. Gunther Schunk von Vogel, der gleich sein Grußwort halten wird und seit Beginn sehr engagiert für den MMD und den Medienstandort Würzburg eintritt. 

Mein Dank für die Organisation der Start-up-city gilt Herrn Dr. Frank von Gründen@Würzburg und dem Innovations- und Gründerzentrum Würzburg. 

Die IWelt AG beteiligt sich heuer nicht nur inhaltlich, sondern hat für uns auch die offizielle und nagelneue App des Mobile Media Days entwickelt. Bitte unbedingt kostenlos herunterladen! 

Die Mediengruppe Mainpost ist nicht nur Kooperationspartner, sondern in diesem Jahr auch inhaltlich über Andreas Kemper sehr engagiert. Er moderiert den Podcast-Talk und das Influencer-Streitgespräch – vielen Dank dafür!  

Weiterer inhaltlicher Partner ist das Zentrum für Digitale Innovationen Mainfranken. Auch die regionalen Universitäten Würzburg und Schweinfurth konnten sich dieses Jahr sehr gut einbringen. 

Danken möchte ich nicht zuletzt der Bayerischen Staatskanzlei, die die heutige Veranstaltung im Rahmen der Förderung des MedienNetzwerks Bayern unterstützt. 

Meine Damen und Herren, fest steht: Die digitale Medienrevolution hat unseren Medien-Alltag mobil gemacht. Es ist an uns – den Medienmachern und den Mediennutzern – diese neuen Entwicklungen zu gestalten. Der heutige Mobile Media Day will dazu Impulse geben. Vielen Dank.