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Am 1. Juli beginnt der Aufbau des neuen Lokalfernsehens für München und das Oberland - Lokale Programmelemente werden kontinuierlich ausgebaut

30.06.2005 | 34 /

Ab Freitag, 1. Juli 2005, beginnt stufenweise der Neuanfang des lokalen Fernsehens in München und im Oberland. Nachdem der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien am vergangenen Donnerstag die Neuorganisation des lokalen/regionalen Fernsehens mit einer neuen Beteiligungsstruktur genehmigt hatte, haben die neuen Gesellschafter heute den Genehmigungsbescheid der BLM erhalten.
 
Durch die sehr kurze Vorlaufzeit werden die neuen Anbieter den Anforderungen des Medienrats an lokale Mindestsendezeiten nur stufenweise nachkommen können. Innerhalb der nächsten Wochen sollen die lokalen Programmelemente kontinuierlich ausgebaut werden. In der ersten Woche planen die neuen Anbieter eine 15-minütige lokale Nachrichtensendung und im Anschluss daran ein ebenfalls 15-minütiges Boulevard-Magazin. Die Erstausstrahlung beider Sendungen findet zwischen 18.00 und 18.30 Uhr statt. Im Anschluss daran werden beide Sendungen bis 21.45 Uhr wiederholt. In der restlichen Sendezeit wird zunächst voraussichtlich das Programm von Bloomberg TV übernommen. Auf die bisher im Nachtprogramm von tv.münchen ausgestrahlten "Sexy Clips" werden die neuen Anbieter von Beginn an verzichten. Ab der zweiten Sendewoche wird die lokale Sendezeit ausgebaut. Neben den Lokalnachrichten und dem Boulevard-Magazin wird es weitere lokale Magazine geben, die in Wiederholungsschleifen in der Primetime gesendet werden. Das endgültige Programmschema, das die neuen Gesellschafter dem Medienrat bis Mitte Juli vorlegen müssen, soll dann ab Mitte September umgesetzt werden.
 
Der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Prof. Dr. Ring, ist überzeugt, dass die Zuschauer in München und im Oberland in Zukunft ein gut gemachtes, professionelles Lokalfernsehen erleben werden: "Man darf das neue Lokalfernsehen nicht an dem messen, was in der Übergangszeit in den kommenden Wochen zu sehen sein wird. Ab Mitte September wird es dann ein lokales Fernsehen geben, das diesen Namen wirklich verdient. So sehr ich die Entwicklung der vergangenen Wochen begrüße, so sehr bedauere ich gleichzeitig, dass die von der BLM bis zuletzt angestrebte Kontinuität bei bestimmten Programmelementen und bei den Mitarbeitern des bisherigen lokalen Fernsehens nicht erreicht werden konnte. Jegliche Teilübernahme von tv.münchen hätte jedoch ein unabwägbares Haftungsrisiko der neuen Gesellschafter nach sich gezogen, das diese nicht eingehen wollten. Ich gehe aber davon aus, dass im weiteren Aufbau des neuen Programms kompetente Mitarbeiter mit Lokalfernseh-Erfahrung gute Chancen haben werden.